Kunst statt Gottesdienst, Kirchenumnutzung in Arnheim, Internetrecherche, Christoph Fleischer, Welver 2019

Douwe Vaags, ehrenamtlicher Kirchenführer in Soest (St. Pauli mit Kolumbarium) gibt mir manchmal Tipps zum Thema Kirchenumnutzung, z. B. von der Internetseite www.katholisch.de.

Einige Beispiele kommen immer mal wieder aus den Niederlanden.

Die Walburgiskerk ist die älteste Kirche in Arnheim. Sie wurde im letzten Jahr für etwa eine Million an einen Investor verkauft, der in der Kirche Wohnungen einbauen möchte (siehe: https://www.omroepgelderland.nl/nieuws/2321903/Sint-Walburgiskerk-in-Arnhem-verkocht-voor-bijna-een-miljoen-euro).

Zunächst wird die alte katholische Kirche aber der Stadt Arnheim zur Verfügung gestellt. Am letzten Freitag ist das städtische Museum für moderne Kunst in diese alte mittelalterliche Kirche umgezogen.

Ich entnehme die Information einem Gespräch, dass ich über den Messenger mit Douwe Vaags geführt habe.

Das Kunstmuseum in Arnheim wird für 7,5 Millionen Euro renoviert. In dieser Zeit wird die Kirche das Museum vollständig ersetzen. Die Gemeinde muss die Kirche wohl schon länger aufgegeben haben, denn im internet wird sie bereits als Kulturzentrum bezeichnet. Die Gemeinde St. Walburgis lädt zu den Gottesdiensten in eine andere Kirche ein. (siehe hier: http://www.walburgisarnhem.nl).

Breitbandausbau und Internet, Hinweis auf ein E-Book und Gedanken zum Breitbandausbau, Christoph Fleischer, Welver 2019

Das Thema Internet erregt mal wieder die Gemüter. Auch hier im Kreis Soest wird das neue Konzept des Breitbandausbaus umgesetzt. In nur sehr wenigen Jahren soll im ganzen Bundesgebiet dieses Projekt weitestgehend durch eine öffentliche Förderung umgesetzt werden.

Sicherlich bringt das schnelle Internet manche Vorteile, besonders, wenn man viele Geräte gleichzeitig über Wlan oder Netzwerk nutzen möchte. Ich sehe das Problem nur darin, dass man öffentlich den Anschein erregt, als müsse der Vertrag auch bei der Firma abgeschlossen werden, die das Kabel bis ins Haus hinein legt (obwohl das Geld dafür weitestgehend vom Staat kommt).

Auf Nachfrage beim Kreis Soest ist mir versichert worden, das der Anschluss natürlich auch anderen Netzanbietern zur Verfügung steht. Eventuell müssen die Kunden (oder die Netzanbieter) der jetzigen Ausbaufirma oder dem Kreis Soest als Auftraggeber nur eine Pauschale für den Netzanschluss zahlen.

Es ist also letztlich nur eine Vertragsfrage und eine Frage der Wirtschaftlichkeit, bei welchem Netzanbieter der Anschluss letztlich gebucht wird. Warum sollte man sich diese Option nicht bis zum Ende des Ausbaus oder sogar danach offenhalten?

Auf Anfrage des Autors Alexander Fuchs veröffentliche ich hier den Link zu einem Ebook zum Thema Internet, Netzausbau, Domainangebot usw.: http://www.breitbandprofis.com/files/ebooks/internet.pdf

 

Dominikanerkirche Münster: Orgel wird abgebaut, Pressemeldung Münster 2018

 

Orgel aus den 1950er Jahren wird abgebaut
Mit dem Abbau der Orgel (Foto) haben in der Dominikanerkirche erste Vorbereitungen für die Installation der Arbeit von Gerhard Richter begonnen. Der Künstler wird eigens für das profanierte Baudenkmal ein Foucaultsches Pendel als Kunstwerk entwerfen. Damit der Kirchenraum in Verbindung mit Richters Geschenk an die Stadt seine Wirkung voll entfalten kann, wird für das Instrument eine neue Verwendung gesucht.  Ende der 1950er Jahre hatte die Westfälische Wilhelms-Universität die Orgel in Auftrag gegeben und lange Jahre  im  Fürstenberghaus aufgestellt. Seit 1975 steht sie in der  Dominikanerkirche. Ob das Instrument eine neuerliche Verwendung in der Hochschule findet, wird zwischen Stadt und WWU aktuell abgestimmt.  Das Kunstwerk von Gerhard Richter schafft in Münster dauerhaft einen neuen Ort der Begegnung mit Gegenwartskunst.

Foto vom Abbau der Orgel:

weitere Informationen zum Projekt des Foucaultschen Pendels

 

Was Wohneigentum kostet, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2018

Zu:

Franz J. Sartor, Helmut Keller: Wohnwirtschaftliche Immobilienfinanzierung, Ein praxisorientierter Leitfaden für Immobilieninvestoren, Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2017, Softcover, 337 Seiten, ISBN: (print) 978-3-11-042786-7, Preis: 39,95 Euro

Das Buch über Immobilienfinanzierung ist als Lehrbuch konzipiert. Es macht den Eindruck einer Neuauflage eines schon vorhandenen Standardwerks. Doch es ist im Gegenteil die erste Auflage eines zukünftig aktualisierbaren ökonomischen Fachbuchs.

Das Inhaltsverzeichnis lässt sich unter www.degruyter.com im Internet als PDF herunterladen. Das Buch ist als Lehrbuch konzipiert, lässt sich aber auch ökonomisches Fachbuch verwenden. Es wäre ein geeignetes Nachschlagewerk für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Immobilienabteilung in einer Bank, für Makler, Vertreterinnen und Vertreter von Bausparkassen und nicht zuletzt für Bauherren.

Die Nachfrage nach Wohneigentum ist bei Familien mit Kindern am stärksten. Da sie seit Jahren gleichbleibend hoch ist, „können Hauseigentümer damit rechnen, die eigene Immobilien – unattraktive Standorte ausgenommen – später mit Gewinn verkaufen zu können.“ (S. 2)

Die kurzfristige Entwicklung der steigenden Grundstückspreise kann man in tabellarischer Form nachlesen. (Vgl. S. 10).

Die Fülle von Themen und Fakten macht es mir unmöglich weitere Aussagen und Tabellen zu zitieren. Wer bestimmten Sachfragen nachgehen möchte, kann das Stichwortverzeichnis zu Hilfe nehmen. Das Beratungsbuch zur Immobilienfinanzierung lässt sich demnach gut als Nachschlagewerk verwenden.

Man konnte vor einigen Tagen in der Zeitung lesen, dass ein drittel aller Bauherren mit der Kalkulation nicht auskommen. Wenn man die sechsstellige Höhe von Baugeld bedenkt, dürfte der Preis für dieses Buch von 39,95 Euro nicht zu gering erscheinen, zumal wenn durch die Lektüre unnötige Verluste vermieden werden können.

Internetrecherche zu Kirchenumnutzungen auf katholisch.de, Christoph Fleischer, Welver 2018

Dass Kirchenumnutzungen ein sensibles Thema darstellen, zeigt der Abriss des Immerather Doms. Da der Ort, in dem die Kirche steht, schon weitgehend geräumt ist, scheint der Protest gegen diesen Abriss schon einigermaßen sinnlos zu sein. Umnutzung heißt hier: Das Grundstück, auf dem die Kirche steht, wird anders genutzt, nämlich zum Abbau von Braunkohle. Die Umnutzung des Grundstücks und der vorherige Abriss sind für ein Gebäude die letzte Alternative. Es kann bei Gebäuden schon mal vorkommen, dass sie schon allein baulich unwirtschaftlich geworden sind. Davor sind auch Kirchen nicht gefeit.

http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/aktivisten-besetzen-kirche-vor-abriss

Der folgende Link bildet die Einleitung zu einem Artikel, der zehn Beispiele für Nutzungserweiterungen von Kirchengebäuden vorstellt. Darunter ist die ehemalige Martinikirche in Bethel, in der es ein Restaurant mit Namen „GLÜCKUNDSELIGKEIT“ gibt. Der Artikel ist nicht ganz konsequent, denn die Erstellung von Sozialwohnungen in der Dreifaltigkeitskirche in Münster ist eine echte Umnutzung und keine Nutzungserweiterung.

In Kamp-Lintford wird sogar eine Kirche abgerissen. Erhalten wird der Glockenturm und auf dem Grundstück werden Wohnungen gebaut. In Geldern wird eine Kirche durch ein Altenheim ersetzt. Das Grundstück bleibt also in kirchlichem Eigentum.

http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/theologe-kritisiert-ubereilte-kirchenschlieungen

Der nächste Link zeigt eine Kirche, die auf Ebay zum Verkauf angeboten wird. Sie war nach dem Wechsel zu einem privaten Investor zwischenzeitlich zum einem Kulturzentrum umgebaut worden, soll nun aber als Wohn- oder Geschäftshaus dienen.

http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/kirche-wird-auf-ebay-verkauft

In den einzelnen Artikeln werden auch Details des Verfahrens erläutert, wie der Streit in der Öffentlichkeit, die Vergabe von Orgel und Glocken an andere Gemeinden und auch Details der Entscheidungsfindung.

Auf der folgenden Seite wird die Position vom Diözesanbaumeister aus Köln, Martin Struck angeführt, der zudem auch einige rechtliche Fragen erwähnt. Anlass ist die Wander-Ausstellung „Kirchengebäude und ihre Zukunft“ der Wüstenrot Stiftung zu umgenutzten Sakralbauten, die seit dem 11.1.2018 in der Kölner Kirche St. Gertrud gastiert. Martin Struck nimmt an der Podiumsdiskussion dort am 25.01.2018 teil. Nähere Informationen in den folgenden Links:

http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/diozesanbaumeister-umgenutzte-kirchen-irritieren

https://www.wuestenrot-stiftung.de/veranstaltung/podiumsdiskussion-umnutzung-sakralraum-denkmalschutz-st-gertrud-kirche-koelneine-veranstaltung-zur-austellung-der-wuestenrot-stiftung/

http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/st-agnes-koeln/kultur/kultur_g/