Internetrecherche über Fragen der Kirchenumnutzung (erweiterbar), Christoph Fleischer, Welver 2019

Als Wohnhaus genutzte Kirche in London

Der evangelische Kirchenbautag tagt vom 19. – 22. September 2019 in Erfurt zum Thema: „Aufgeschlossen“.
Etwa ein Viertel der Kirchen in Mitteldeutschland werden inzwischen nicht mehr kirchlich genutzt. Die Frage ist, wie kann die jeweilige, zum Teil renovierte Kirche, so genutzt werden, dass sie der Öffentlichkeit erneut zugänglich ist. Moderate Umnutzungen, die den Charakter der Gotteshäuser bewahren, sind besonders interessant: Sozialkaufhaus, Gastronomie, Kunstobjekt oder ähnliche.

Link: https://www.evangelisch.de/inhalte/156036/26-04-2019/leerstehende-kirchen-muessen-genutzt-werden?fbclid=IwAR0CZn4Ac8FCtnJLRaIZOJ2LjRWzLhtukLRxvPu_Uwp1g1kdSItqTazwfNM

 

In Kyole, Nordengland steht eine alte Kirche, die vor über 20 Jahren verkauft worden ist, und die als Wohnhaus benutzt wird. Auf dieser Internetseite werden Fotos der Inneneinrichtung gezeigt, auch als Anregung, wie auch in den Niederlanden oder bei uns eine private Nutzung von Kirchen denkbar wäre (Sprache: Holländisch).

Link: https://www.curioctopus.nl/read/16388/van-een-18e-eeuwse-kerk-wordt-een-huis-gemaakt:-het-interieur-is-betoverend?utm_source=fb&utm_medium=EVERGREEN&utm_term=16388&fbclid=IwAR1GwRTcyjqDYK9c_ckAhzzPyS2cZ06guipzV0n_se_0TbEcGkqiaHA-C9I

 

Folgende Anzeige einer ehemaligen Kirche aus Altena findet sich im Internet. Diese Kirche wurde ebenfalls zu einem Wohnhaus umgebaut und steht/stand (?) jetzt erneut zum Verkauf. Mit einem Wohnraum von 540 m2 ist es ein ambitioniertes Angebot. Die Anzeige enthält keine Angaben zu einer teilgewerblichen Nutzung. Die Gestaltung des Außengeländes erinnert an eine Wellnessoase.

Link: https://www.ohne-makler.net/immobilie/altena-ehemalige-kirche-ausbaufaehig-zum-wohnhaus/

 

Auch auf der Seite katholisch.de liest man hin und wieder einen Artikel über die Frage, wie leerstehende Kirche weiter genutzt werden können, wie hier unter Einbeziehung der Evangelischen Kirche:

Link: https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/heilige-leere-wenn-kirchen-nicht-mehr-gebraucht-werden?utm_content=buffer18565&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer&fbclid=IwAR1H8aORMLKsQbpEj4A27PbZDbcGJIzNzM6ItDlfmInztLP398kcZ1Uhsk0

Kirchenumnutzung als Projekt einer Kirchengemeinde, Hinweis auf eine Arbeitshilfe

„In Nordrhein-Westfalen gibt es ein  interessantes Kooperationsprojekt über Kirchenumnutzung.

www.zukunft-kirchen-raeume.de

 

Auf dieser internetbasierten Informationsplattform finden Sie auch den derzeitigen Projektaufruf, der als Anlaufstelle für geplante oder von der Kirchengemeinde angedachte Umnutzungskonzepte dient. Ein Abschnitt aus der Einleitung und Vorstellung des Projekts:

Ein Kirchengebäude Ihrer Kirchengemeinde oder Ihrer Nachbarschaft ist von Leerstand oder Abriss bedroht? Sie wollen etwas dagegen tun, weil es für Sie stadtbildprägend und identitätsstiftend ist, weil Sie damit Erinnerungen und Heimatgefühle verbinden? Oder Sie schätzen einfach die Stille im Inneren und seine einzigartige Architektur? Vielleicht befindet sich das Kirchengebäude sogar in Ihrem Eigentum und Sie stehen unter dem Handlungsdruck, dieses Bauwerk anpassen und/oder umnutzen zu müssen, um es zu erhalten? Dann ist das Zukunftskonzept Kirchenräume genau die richtige Anlaufstelle. Ergreifen Sie die Chance und bewerben Sie sich!“

Foto: Ben Kuhlmann

Das Projekt wird verantwortet von der Organisation StadtBauKultur NRW in Kooperation mit der Architektenkammer NRW undIngenieurkammer-Bau NRW sowie unter Mitwirkung der Evangelischen und Katholischen Landesbüros in NRW.

Auf der oben angegebenen Homepage werden auch eine Vielzahl bereits durchgeführter Umnutzungsprojekte von Kirchen vorgestellt.

Wer dieses Material gedruckt vor sich sehen möchte, kann sich eine komplette oder auszugsweise PDF-Datei erstellen lassen und diese selbst ausdrucken oder online lesen. Diese Broschüre ist wirklich absolut vielseitig und dürfte sehr gut geeignet sein, um vor Ort ein solches umfangreiches Projekt in Angriff zu nehmen.

Foto: Christian Huhn

Frau Heckmann, zuständige Managerin des Projekts teilte mir auf Anfrage per Email mit:

Lieber Herr Fleischer,

auf Stilllegungen von Kirchen im ländlichen Raum gehen wir auf unserer Webseite nicht als eigenen Themenpunkt ein, wohl aber im Kontext, beispielsweise von „Kirchengebäude als aktuelle Konversionsaufgabe in Nordrhein-Westfalen“. Wir betrachten vorrangig die Gesamtproblematik, bezogen auf NRW und Deutschland.

Ich stimme Ihnen zu, dass Kirchengebäude innerhalb eines Dorfes eine besondere Rolle einnehmen und es daher besonders schwerwiegend ist, wenn es zu einer Schließung kommt. Dahingehend haben wir auch einige Beispiele aufgeführt, bei denen vor allem das Engagement und die Eigenleistung der Bürgerschaft und Kirchengemeinde beim Erreichen eines Umnutzungskonzepts zielführend waren.

Umnutzungsbeispiele mit einer weiterhin kirchlichen Zweckbestimmung sind sehr häufig vertreten. Meist werden dann mehrere Nutzungen in einem Kirchengebäude gebündelt,  so dass weiterhin Gottesdienste oder Andachten stattfinden können. In Kombination mit (Kultur-)Veranstaltungen können die Konzepte tragfähig sein.

Esther U. Heckmann, M.A.
Projektmanagement

Landesinitiative StadtBauKultur NRW, 25. 03. 2019″

 

Kunst statt Gottesdienst, Kirchenumnutzung in Arnheim, Internetrecherche, Christoph Fleischer, Welver 2019

Douwe Vaags, ehrenamtlicher Kirchenführer in Soest (St. Pauli mit Kolumbarium) gibt mir manchmal Tipps zum Thema Kirchenumnutzung, z. B. von der Internetseite www.katholisch.de.

Einige Beispiele kommen immer mal wieder aus den Niederlanden.

Die Walburgiskerk ist die älteste Kirche in Arnheim. Sie wurde im letzten Jahr für etwa eine Million an einen Investor verkauft, der in der Kirche Wohnungen einbauen möchte (siehe: https://www.omroepgelderland.nl/nieuws/2321903/Sint-Walburgiskerk-in-Arnhem-verkocht-voor-bijna-een-miljoen-euro).

Zunächst wird die alte katholische Kirche aber der Stadt Arnheim zur Verfügung gestellt. Am letzten Freitag ist das städtische Museum für moderne Kunst in diese alte mittelalterliche Kirche umgezogen.

Ich entnehme die Information einem Gespräch, dass ich über den Messenger mit Douwe Vaags geführt habe.

Das Kunstmuseum in Arnheim wird für 7,5 Millionen Euro renoviert. In dieser Zeit wird die Kirche das Museum vollständig ersetzen. Die Gemeinde muss die Kirche wohl schon länger aufgegeben haben, denn im internet wird sie bereits als Kulturzentrum bezeichnet. Die Gemeinde St. Walburgis lädt zu den Gottesdiensten in eine andere Kirche ein. (siehe hier: http://www.walburgisarnhem.nl).

Breitbandausbau und Internet, Hinweis auf ein E-Book und Gedanken zum Breitbandausbau, Christoph Fleischer, Welver 2019

Das Thema Internet erregt mal wieder die Gemüter. Auch hier im Kreis Soest wird das neue Konzept des Breitbandausbaus umgesetzt. In nur sehr wenigen Jahren soll im ganzen Bundesgebiet dieses Projekt weitestgehend durch eine öffentliche Förderung umgesetzt werden.

Sicherlich bringt das schnelle Internet manche Vorteile, besonders, wenn man viele Geräte gleichzeitig über Wlan oder Netzwerk nutzen möchte. Ich sehe das Problem nur darin, dass man öffentlich den Anschein erregt, als müsse der Vertrag auch bei der Firma abgeschlossen werden, die das Kabel bis ins Haus hinein legt (obwohl das Geld dafür weitestgehend vom Staat kommt).

Auf Nachfrage beim Kreis Soest ist mir versichert worden, das der Anschluss natürlich auch anderen Netzanbietern zur Verfügung steht. Eventuell müssen die Kunden (oder die Netzanbieter) der jetzigen Ausbaufirma oder dem Kreis Soest als Auftraggeber nur eine Pauschale für den Netzanschluss zahlen.

Es ist also letztlich nur eine Vertragsfrage und eine Frage der Wirtschaftlichkeit, bei welchem Netzanbieter der Anschluss letztlich gebucht wird. Warum sollte man sich diese Option nicht bis zum Ende des Ausbaus oder sogar danach offenhalten?

Auf Anfrage des Autors Alexander Fuchs veröffentliche ich hier den Link zu einem Ebook zum Thema Internet, Netzausbau, Domainangebot usw.: http://www.breitbandprofis.com/files/ebooks/internet.pdf

 

Dominikanerkirche Münster: Orgel wird abgebaut, Pressemeldung Münster 2018

 

Orgel aus den 1950er Jahren wird abgebaut
Mit dem Abbau der Orgel (Foto) haben in der Dominikanerkirche erste Vorbereitungen für die Installation der Arbeit von Gerhard Richter begonnen. Der Künstler wird eigens für das profanierte Baudenkmal ein Foucaultsches Pendel als Kunstwerk entwerfen. Damit der Kirchenraum in Verbindung mit Richters Geschenk an die Stadt seine Wirkung voll entfalten kann, wird für das Instrument eine neue Verwendung gesucht.  Ende der 1950er Jahre hatte die Westfälische Wilhelms-Universität die Orgel in Auftrag gegeben und lange Jahre  im  Fürstenberghaus aufgestellt. Seit 1975 steht sie in der  Dominikanerkirche. Ob das Instrument eine neuerliche Verwendung in der Hochschule findet, wird zwischen Stadt und WWU aktuell abgestimmt.  Das Kunstwerk von Gerhard Richter schafft in Münster dauerhaft einen neuen Ort der Begegnung mit Gegenwartskunst.

Foto vom Abbau der Orgel:

weitere Informationen zum Projekt des Foucaultschen Pendels

 

Was Wohneigentum kostet, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2018

Zu:

Franz J. Sartor, Helmut Keller: Wohnwirtschaftliche Immobilienfinanzierung, Ein praxisorientierter Leitfaden für Immobilieninvestoren, Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2017, Softcover, 337 Seiten, ISBN: (print) 978-3-11-042786-7, Preis: 39,95 Euro

Das Buch über Immobilienfinanzierung ist als Lehrbuch konzipiert. Es macht den Eindruck einer Neuauflage eines schon vorhandenen Standardwerks. Doch es ist im Gegenteil die erste Auflage eines zukünftig aktualisierbaren ökonomischen Fachbuchs.

Das Inhaltsverzeichnis lässt sich unter www.degruyter.com im Internet als PDF herunterladen. Das Buch ist als Lehrbuch konzipiert, lässt sich aber auch ökonomisches Fachbuch verwenden. Es wäre ein geeignetes Nachschlagewerk für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Immobilienabteilung in einer Bank, für Makler, Vertreterinnen und Vertreter von Bausparkassen und nicht zuletzt für Bauherren.

Die Nachfrage nach Wohneigentum ist bei Familien mit Kindern am stärksten. Da sie seit Jahren gleichbleibend hoch ist, „können Hauseigentümer damit rechnen, die eigene Immobilien – unattraktive Standorte ausgenommen – später mit Gewinn verkaufen zu können.“ (S. 2)

Die kurzfristige Entwicklung der steigenden Grundstückspreise kann man in tabellarischer Form nachlesen. (Vgl. S. 10).

Die Fülle von Themen und Fakten macht es mir unmöglich weitere Aussagen und Tabellen zu zitieren. Wer bestimmten Sachfragen nachgehen möchte, kann das Stichwortverzeichnis zu Hilfe nehmen. Das Beratungsbuch zur Immobilienfinanzierung lässt sich demnach gut als Nachschlagewerk verwenden.

Man konnte vor einigen Tagen in der Zeitung lesen, dass ein drittel aller Bauherren mit der Kalkulation nicht auskommen. Wenn man die sechsstellige Höhe von Baugeld bedenkt, dürfte der Preis für dieses Buch von 39,95 Euro nicht zu gering erscheinen, zumal wenn durch die Lektüre unnötige Verluste vermieden werden können.